586::Kettenre(d)aktionen
Gerade hat mich interessante Information erreicht. Der Staat beklaut Kinder! Allerdings nur die armen Kinder, soviel Anstand hat er dann schon.
Also das, was damals unter Schröder los ging, und Merkel jetzt fortführt, die sogenannte Sozialreform unter dem viralen Marketingbranding Agenda 2010, wird immer widerwärtiger, je mehr ich mich in die Thematik einarbeite.
Der Fall ist eindeutig, natürlich eine Schikane von Hartz IV, jedoch eine mit bedeutenden gesellschaftlichen Auswirkungen, bestens dazu geeignet die allgemeine Aufmerksamkeit auf den Irrsinn unserer Regierenden zu lenken:
Kinder von Alg II-Empfängern müssen, so sie sich einen Ferienjob erkämpft haben, das erste, eigene, selbstverdiente Geld an den Arbeitsamtskraken durchreichen. 100 € dürfen sie behalten. Wie großzügig unsere Technokraten geworden sind.
Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, wie wichtig die Ferienjobs für mich damals waren, ganz einfach um neue Denkarten und Arbeitstechniken kennen zu lernen und vor allem die Menschen, die sie einem beibringen.
Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, wieviele Dinge ich mir so zusammen sparte, die ich mir sonst nie hätte leisten können.
Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, welche wichtigen Beziehungen zu Menschen und Firmen ich so als Schüler knüpfen konnte, die mir dann später in den Semesterferien gute Dienste leisteten und so die Reisen nach Namibia und Indien, nebst Kamera erst möglich machten.
Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, wie wichtig es gerade für Kinder armer Familien der heutigen Zeit ist, so früh wie möglich die neue Berufswelt kennen zu lernen und vielleicht erste Kontakte für eine spätere Ausbildung herzustellen.
Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, wie wichtig es gerade für diese Kinder ist, aus der finanziellen Enge des familiären Umfelds zumindest gegen Ende ihrer Schulzeit zeitweilig zu entkommen.
Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, dass sie sich mit diesem Geld das wichtige technische Equipement zulegen können, ohne den ein sozialer Aufstieg nicht mehr möglich ist.
Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, dass dadurch ein kulturelle Teilhabe an der Gesellschaft erst möglich wird für die Kinder des Prekariats.
Und Nein, ich fang' jetzt auch nicht davon an, dass manches Kind ihrer- oder seinerseits die eigenen Eltern unterstützen würde, bei einem neuen Fernseher, oder einer neuen Waschmaschine oder einem neuen Wohnungsanstrich.
Denn ich komme gleich zur widerwärtigen Konsequenz, die das für Jugendliche der ärmeren Schichten bedeutet:
Durch diese Gesetze und diese Praxis der Arbeitsämter wird die Armut auch in der nächsten Generation zementiert.
Das macht es so widerwärtig, denn hinter diesem schlicht und einfachen Diebstahl an Kindern, die hart dafür arbeiten etwas Licht am Ende des Elendes zu sehen, muss Absicht wahrgenommen werden .
Der von der Großen Koalition regierte Staat ist ja bereits bekannt dafür, im internationalen Vergleich mehrfach durch Studien belegt, besonders undurchdringlich für den Nachwuchs der unteren Schichten zu sein.
Ein dreigliedriges Schulsystem, das so schnell wie möglich mit der Selektion unter den kleinsten und schwächsten Mitgliedern der Gesellschaft anfängt, und Studiengebühren in vielen Ländern tun ein übriges die Herrschaftsverhältnisse festzuschreiben.
Der Staat reicht die immer unverschämter werdenden Forderungen nach Ausbeutungsmaximierung des Einzelnen, die von den wirtschaftlichen Eliten ausgehen, nach unten durch und macht nicht einmal vor den Kindern der Ärmsten halt.
"Es muss der nötige Druck dagegen aufgebaut werden", meinte eine Mitarbeiterin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes im heutigen Radiointerview.
Ich vernahm es mit Freude und dachte an die nächste Bundestagswahl. Es ist ja in letzter Zeit viel von der Rückkehr zur Kernenergie die Rede, der Spiegel widmete dem Thema ja sogar die Titelgeschichte der letzten Woche: das unheimliche Comeback.
Ich für mich persönlich habe da zwei Lesungen parat, was mit dieser Debatte gemeint ist.
Die eine Auslegung kümmert mich wenig, weil zu ihr keine Fantasie nötig ist, sie einfach nur die Rückkehr zu einer veralteten Form der Energiegewinnung darstellen würde, bei deren Abschaffung die Bundesrepublik eine Vorreiterrolle einnimmt, und sich die Argumente der Befürworter locker zerklopfen lassen. So lernte ich vor kurzem, dass die Dinger noch nicht mal versichert sind, weil sich die Versicherungen weigern, dieses Risiko einzugehen. Sieh an, dachte ich mir, so dumm sind diese Versicherungsfritzen gar nicht.
Sollte die Rückkehr zur Atomenergie doch jemand zum Wahlkampfthema machen wollen, also ich würde mich freuen.
Aber da gibt es für mich noch eine andere, sehr fantastische Lesart der Kernkraft. Auch sie hat etwas mit Kettenreaktionen zu tun, die jedoch in Wellen über eine Soziosphäre hinwegstreichen, durch Netze pulsierend, sich fortschreibend. Ich beobachte dieses Phänomen jetzt seit 11 Jahren und habe in den letzten Wochen mit Interesse wahrgenommen, dass die Soziosphäre wieder deutlich angewachsen ist und damit auch die Energieleistung des damit verbundenen Kraftwerks.
Also das, was damals unter Schröder los ging, und Merkel jetzt fortführt, die sogenannte Sozialreform unter dem viralen Marketingbranding Agenda 2010, wird immer widerwärtiger, je mehr ich mich in die Thematik einarbeite.
Der Fall ist eindeutig, natürlich eine Schikane von Hartz IV, jedoch eine mit bedeutenden gesellschaftlichen Auswirkungen, bestens dazu geeignet die allgemeine Aufmerksamkeit auf den Irrsinn unserer Regierenden zu lenken:
Kinder von Alg II-Empfängern müssen, so sie sich einen Ferienjob erkämpft haben, das erste, eigene, selbstverdiente Geld an den Arbeitsamtskraken durchreichen. 100 € dürfen sie behalten. Wie großzügig unsere Technokraten geworden sind.
Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, wie wichtig die Ferienjobs für mich damals waren, ganz einfach um neue Denkarten und Arbeitstechniken kennen zu lernen und vor allem die Menschen, die sie einem beibringen.
Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, wieviele Dinge ich mir so zusammen sparte, die ich mir sonst nie hätte leisten können.
Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, welche wichtigen Beziehungen zu Menschen und Firmen ich so als Schüler knüpfen konnte, die mir dann später in den Semesterferien gute Dienste leisteten und so die Reisen nach Namibia und Indien, nebst Kamera erst möglich machten.
Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, wie wichtig es gerade für Kinder armer Familien der heutigen Zeit ist, so früh wie möglich die neue Berufswelt kennen zu lernen und vielleicht erste Kontakte für eine spätere Ausbildung herzustellen.
Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, wie wichtig es gerade für diese Kinder ist, aus der finanziellen Enge des familiären Umfelds zumindest gegen Ende ihrer Schulzeit zeitweilig zu entkommen.
Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, dass sie sich mit diesem Geld das wichtige technische Equipement zulegen können, ohne den ein sozialer Aufstieg nicht mehr möglich ist.
Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, dass dadurch ein kulturelle Teilhabe an der Gesellschaft erst möglich wird für die Kinder des Prekariats.
Und Nein, ich fang' jetzt auch nicht davon an, dass manches Kind ihrer- oder seinerseits die eigenen Eltern unterstützen würde, bei einem neuen Fernseher, oder einer neuen Waschmaschine oder einem neuen Wohnungsanstrich.
Denn ich komme gleich zur widerwärtigen Konsequenz, die das für Jugendliche der ärmeren Schichten bedeutet:
Durch diese Gesetze und diese Praxis der Arbeitsämter wird die Armut auch in der nächsten Generation zementiert.
Das macht es so widerwärtig, denn hinter diesem schlicht und einfachen Diebstahl an Kindern, die hart dafür arbeiten etwas Licht am Ende des Elendes zu sehen, muss Absicht wahrgenommen werden .
Der von der Großen Koalition regierte Staat ist ja bereits bekannt dafür, im internationalen Vergleich mehrfach durch Studien belegt, besonders undurchdringlich für den Nachwuchs der unteren Schichten zu sein.
Ein dreigliedriges Schulsystem, das so schnell wie möglich mit der Selektion unter den kleinsten und schwächsten Mitgliedern der Gesellschaft anfängt, und Studiengebühren in vielen Ländern tun ein übriges die Herrschaftsverhältnisse festzuschreiben.
Der Staat reicht die immer unverschämter werdenden Forderungen nach Ausbeutungsmaximierung des Einzelnen, die von den wirtschaftlichen Eliten ausgehen, nach unten durch und macht nicht einmal vor den Kindern der Ärmsten halt.
"Es muss der nötige Druck dagegen aufgebaut werden", meinte eine Mitarbeiterin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes im heutigen Radiointerview.
Ich vernahm es mit Freude und dachte an die nächste Bundestagswahl. Es ist ja in letzter Zeit viel von der Rückkehr zur Kernenergie die Rede, der Spiegel widmete dem Thema ja sogar die Titelgeschichte der letzten Woche: das unheimliche Comeback.
Ich für mich persönlich habe da zwei Lesungen parat, was mit dieser Debatte gemeint ist.
Die eine Auslegung kümmert mich wenig, weil zu ihr keine Fantasie nötig ist, sie einfach nur die Rückkehr zu einer veralteten Form der Energiegewinnung darstellen würde, bei deren Abschaffung die Bundesrepublik eine Vorreiterrolle einnimmt, und sich die Argumente der Befürworter locker zerklopfen lassen. So lernte ich vor kurzem, dass die Dinger noch nicht mal versichert sind, weil sich die Versicherungen weigern, dieses Risiko einzugehen. Sieh an, dachte ich mir, so dumm sind diese Versicherungsfritzen gar nicht.
Sollte die Rückkehr zur Atomenergie doch jemand zum Wahlkampfthema machen wollen, also ich würde mich freuen.
Aber da gibt es für mich noch eine andere, sehr fantastische Lesart der Kernkraft. Auch sie hat etwas mit Kettenreaktionen zu tun, die jedoch in Wellen über eine Soziosphäre hinwegstreichen, durch Netze pulsierend, sich fortschreibend. Ich beobachte dieses Phänomen jetzt seit 11 Jahren und habe in den letzten Wochen mit Interesse wahrgenommen, dass die Soziosphäre wieder deutlich angewachsen ist und damit auch die Energieleistung des damit verbundenen Kraftwerks.
Soralis - 17. Juli, 23:53





