586::Kettenre(d)aktionen

Gerade hat mich interessante Information erreicht. Der Staat beklaut Kinder! Allerdings nur die armen Kinder, soviel Anstand hat er dann schon.

Also das, was damals unter Schröder los ging, und Merkel jetzt fortführt, die sogenannte Sozialreform unter dem viralen Marketingbranding Agenda 2010, wird immer widerwärtiger, je mehr ich mich in die Thematik einarbeite.

Der Fall ist eindeutig, natürlich eine Schikane von Hartz IV, jedoch eine mit bedeutenden gesellschaftlichen Auswirkungen, bestens dazu geeignet die allgemeine Aufmerksamkeit auf den Irrsinn unserer Regierenden zu lenken:

Kinder von Alg II-Empfängern müssen, so sie sich einen Ferienjob erkämpft haben, das erste, eigene, selbstverdiente Geld an den Arbeitsamtskraken durchreichen. 100 € dürfen sie behalten. Wie großzügig unsere Technokraten geworden sind.

Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, wie wichtig die Ferienjobs für mich damals waren, ganz einfach um neue Denkarten und Arbeitstechniken kennen zu lernen und vor allem die Menschen, die sie einem beibringen.

Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, wieviele Dinge ich mir so zusammen sparte, die ich mir sonst nie hätte leisten können.

Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, welche wichtigen Beziehungen zu Menschen und Firmen ich so als Schüler knüpfen konnte, die mir dann später in den Semesterferien gute Dienste leisteten und so die Reisen nach Namibia und Indien, nebst Kamera erst möglich machten.

Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, wie wichtig es gerade für Kinder armer Familien der heutigen Zeit ist, so früh wie möglich die neue Berufswelt kennen zu lernen und vielleicht erste Kontakte für eine spätere Ausbildung herzustellen.

Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, wie wichtig es gerade für diese Kinder ist, aus der finanziellen Enge des familiären Umfelds zumindest gegen Ende ihrer Schulzeit zeitweilig zu entkommen.

Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, dass sie sich mit diesem Geld das wichtige technische Equipement zulegen können, ohne den ein sozialer Aufstieg nicht mehr möglich ist.

Nein, ich fang' jetzt nicht davon an, dass dadurch ein kulturelle Teilhabe an der Gesellschaft erst möglich wird für die Kinder des Prekariats.

Und Nein, ich fang' jetzt auch nicht davon an, dass manches Kind ihrer- oder seinerseits die eigenen Eltern unterstützen würde, bei einem neuen Fernseher, oder einer neuen Waschmaschine oder einem neuen Wohnungsanstrich.

Denn ich komme gleich zur widerwärtigen Konsequenz, die das für Jugendliche der ärmeren Schichten bedeutet:

Durch diese Gesetze und diese Praxis der Arbeitsämter wird die Armut auch in der nächsten Generation zementiert.

Das macht es so widerwärtig, denn hinter diesem schlicht und einfachen Diebstahl an Kindern, die hart dafür arbeiten etwas Licht am Ende des Elendes zu sehen, muss Absicht wahrgenommen werden .
Der von der Großen Koalition regierte Staat ist ja bereits bekannt dafür, im internationalen Vergleich mehrfach durch Studien belegt, besonders undurchdringlich für den Nachwuchs der unteren Schichten zu sein.
Ein dreigliedriges Schulsystem, das so schnell wie möglich mit der Selektion unter den kleinsten und schwächsten Mitgliedern der Gesellschaft anfängt, und Studiengebühren in vielen Ländern tun ein übriges die Herrschaftsverhältnisse festzuschreiben.

Der Staat reicht die immer unverschämter werdenden Forderungen nach Ausbeutungsmaximierung des Einzelnen, die von den wirtschaftlichen Eliten ausgehen, nach unten durch und macht nicht einmal vor den Kindern der Ärmsten halt.

"Es muss der nötige Druck dagegen aufgebaut werden", meinte eine Mitarbeiterin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes im heutigen Radiointerview.

Ich vernahm es mit Freude und dachte an die nächste Bundestagswahl. Es ist ja in letzter Zeit viel von der Rückkehr zur Kernenergie die Rede, der Spiegel widmete dem Thema ja sogar die Titelgeschichte der letzten Woche: das unheimliche Comeback.

Ich für mich persönlich habe da zwei Lesungen parat, was mit dieser Debatte gemeint ist.
Die eine Auslegung kümmert mich wenig, weil zu ihr keine Fantasie nötig ist, sie einfach nur die Rückkehr zu einer veralteten Form der Energiegewinnung darstellen würde, bei deren Abschaffung die Bundesrepublik eine Vorreiterrolle einnimmt, und sich die Argumente der Befürworter locker zerklopfen lassen. So lernte ich vor kurzem, dass die Dinger noch nicht mal versichert sind, weil sich die Versicherungen weigern, dieses Risiko einzugehen. Sieh an, dachte ich mir, so dumm sind diese Versicherungsfritzen gar nicht.
Sollte die Rückkehr zur Atomenergie doch jemand zum Wahlkampfthema machen wollen, also ich würde mich freuen.

Aber da gibt es für mich noch eine andere, sehr fantastische Lesart der Kernkraft. Auch sie hat etwas mit Kettenreaktionen zu tun, die jedoch in Wellen über eine Soziosphäre hinwegstreichen, durch Netze pulsierend, sich fortschreibend. Ich beobachte dieses Phänomen jetzt seit 11 Jahren und habe in den letzten Wochen mit Interesse wahrgenommen, dass die Soziosphäre wieder deutlich angewachsen ist und damit auch die Energieleistung des damit verbundenen Kraftwerks.

585::Der fernste Blick

Voyager_1_1990

Passt ganz gut zum angerissenen Thema des letzten Artikels: Voyager 1 fotografiert am 14. Februar 1990 ein vielleicht letztes Mal die Erde aus einer Entfernung von 6,4 Mrd Kilometer. [via Die Zeit]

584: Kritik und Widerspruch

Heute nachmittag schrieb ich eine Replik auf einen Artikel von Rudolf Kippenhahn der auf ZEIT-Online erschien. Es war ein schwerer Kampf. Ich meldete mich extra zum ersten Mal im dortigen Forum an. Doch mit der Benutzeroberfläche des Forums war ich nicht sehr glücklich. Ich hatte den Artikel fast fertig, da stürzte mir die Oberfläche ab. Ich musste alles nochmal von vorne beginnen. Als ich ihn dann schließlich postete, geschah ein weiterer Fehler, weswegen er jetzt gedoppelt untereinander geklatscht ist. Das tut mir leid liebe ZEIT. Passiert mir nicht mehr.

Ich bin Biologe, habe also eine fundierte naturwissenschaftliche Ausbildung genossen. Beim Abschluss meines Studiums 1996 hatte ich einen atheistischen Furor, der durchaus vergleichbar war mit dem eines Richard Dawkins: ich wollte die Welt vom Gotteswahn befreien. Im Zuge einer Indienreise wurde mir allerdings sehr schnell klar, wie größenwahnsinnig so ein Vorhaben ist. Ich blieb Atheist, doch Indien wirkte nach, als ich 1999 in Berlin eintraf. Im Zuge der Ereignisse der Jahre 2001 bis 2003 veränderte sich dann aber meine Weltsicht dramatisch. Ausgehend von einer Idee von Nicholas Roerich, der sein Lebenswerk auf 3 Säulen gründete: Wissenschaft, Kunst und Religion, beschäftigte ich mich eingehend mit dem Werk Friedrich Nietzsches, den ich als atheistischen Mentor begriff, studierte schließlich den Koran in deutschen und englischen Übersetzungen, wurde Muslim und bezeugte meine Shahada vor einem libanesischen Schiiten und einem palästinensischen Sunniten.

Sehr geehrter Herr Kippenhahn, Ihr Artikel hat mich enttäuscht! Er hat mir nichts erzählt, was ich nicht schon wüsste. Nach dieser Überschrift dachte ich sie gehen auf die aktuellen Umbrüche im physikalischen Weltbild ein. Dunkle Materie und Dunkle Energie, die unser Universum beschleunigt expandieren lässt, machen zusammen 96% der Zusammensetzung des Universums aus. Sie erwähnen sie nur in einem Nebensatz. Eure Theorien und Hypothesen machen gerade mal Aussagen über 4 % des Beobachteten, das aus 100 Milliarden Galaxien besteht und seinen Anfang in einer Singularität vor 13.8 Milliarden Jahren hatte.

Was halten Sie eigentlich von jener wunderbaren Feinabstimmung der Naturkonstanten, diesen Trillionen von aufeinander stehenden Rasierklingen, Zustände und Zufälle genannt, die Leben und Bewusstsein erst möglich machen.

Ja, auf das Anthropische Prinzip will ich hinaus, es gibt es in einer schwachen und einer starken Formulierung, doch in der Falle dieses Anthropischen Prinzip seid Ihr gefangen. Natürlich sucht Ihr Auswege, das ist Eurer Beruf.

Nach Theorien, die auf David Deutsch und anderen zurückgehen, und die reine Spekulation sind und sich vom Glauben nicht mehr groß unterscheiden, sollen wir in einem Multiversum leben, auf das sich auch Richard Dawkins in einem Spiegel-Interview berief. Das sind unzählige Universen mit den absonderlichsten und „lustigsten“ Kombinationen von Naturkonstanten. Doch ausgerechnet in unserem war Leben und Bewusstsein möglich.

Na, da haben wir ja Glück gehabt!

Ich habe es dann so formuliert: Nichts, was Ihr da Draußen finden werdet, macht das Wunder unserer Existenz kleiner. Aber sucht! Das ist nicht nur Eurer Recht, sondern Eure Pflicht als Wissenschaftler. Doch gesteht uns Gläubigen, übrigens aller Religionen meiner Meinung nach, das Recht zu unser Gottesbild weiter zu entwickeln und mit Verlaub versucht nicht uns auf das Stadium von metsaufenden Germanen herunterzubrechen, die sich ein Gewitter nicht erklären können. Das ist perfide! Ich zumindest bin wesentlich weiter.

Wissenschaft und Religion schließen einander nicht aus. Sie sind komplementäre Formen eines Bewusstseins, das sich mit den Ursachen und Zukünften unserer Existenz beschäftigt.

„Der Atheist George Orwell, einer der ehrlichsten und zynischsten Verteidiger menschlicher Individualität verstand unter Religion die Ahnung, das der Mensch etwas fühlt von einem Organismus, - größer als er selbst!, der sich in die gesamte Vergangenheit und Zukunft erstreckt.“

Diesen Satz habe ich aus der ZEIT, erschienen irgendwo in den Zeitläuften des Jahres 2003. Schlagt es nach. Ich habe ihn zitiert in einer Seminararbeit über das Thema Schwarm Intelligenz am Institut für netzwerkbasierte Informationsysteme der FU Berlin, wo ich ein Studium der Bioinformatik abbrach.

Wie kam es zu Leben im Kosmos und ist es einzigartig auf der Erde? Also Arthur C. Clarke hat es auf den Punkt gebracht, indem er sagte: „Entweder wir sind allein im Kosmos, oder wir sind es nicht. Ich weiß nicht, welcher dieser beiden Annahmen unheimlicher ist.“

Von den Kreationisten halte ich überhaupt nichts, ich bin Darwinist und halte zweitere Annahme für weitaus wahrscheinlicher. Ich vertrete das Prinzip der Theistischen Evolution, wie auch Francis S. Collins , auch er nicht gerade ein metsaufender Germane, sondern maßgeblich am Humangenomprojekt beteiligt. Die Ausbildung von Leben und Bewusstsein sind überall im Universum wirksam, weil das in Gottes Plan vorgesehen ist. Dabei strebt Leben nach dem von Darwin erkannten Prinzip von Selektion und Mutation vom Einfachen zum Komplexen, bis es aufgrund der Komplexität zu einem Phasensprung kommt und Bewusstsein emergiert, das dann wiederum mit seinem Schöpfer interagiert.

Und schließlich noch einige Gedanken zur Frage: Was war vor dem Urknall?, die ein Leser geäußert hat. So trivial ist diese Frage gar nicht mehr, im Gegenteil, das war ein Grund, weswegen ich mir Antworten von Ihrem Artikel versprach. Denn der Physiker Roger Penrose hält seit einiger Zeit Vorlesungen mit dem Titel: Before the Big Bang. Man findet sie in einer 10-teiligen Serie auf Youtube (Penrose und Before the Big Bang in das Suchfenster eingeben). Leider ist mein Englisch zu schlecht auch fehlen mir die Grundlagen zum Verständnis dieser neuen Physik. Eine kleine Anregung an die Netzgemeinde und vielleicht auch an die Wissenschaftsredaktion der ZEIT: Transkipiere und übersetze einer diese Vorlesung. Dass da einiges im Gange ist, las ich auch in einem Artikel auf Telepolis. Hinweise auf ein Universum vor dem Urknall
Und zu diesem Artikel dann noch die Frage eines physikalischen Laien an Sie Herr Prof Kippenhahn: Wie kann Information durch die Singularität des Urknalls vom früheren Universum in das nachfolgende gelangen, die die Physiker dann in Temperaturunterschieden messen konnten? Ist es doch ein zyklisches Universum?, doch die immerkehrende Wiederkehr des Gleichen?

Fragen über Fragen, doch keine Antworten. Also ich bleibe, bis ihr Gott endgültig abgeschafft habt, ein gläubiger Muslim, der sich auch mit den Mitteln der Naturwissenschaft mit dieser unglaublichen Schönheit dieses Universums auseinandersetzt, und sich darüber hinaus,- auch in politischer Hinsicht, auf George Orwell beruft.

583::Brave Turks, efficient Germans and the Media

Also zuerst Mal vorab: Unabhängig davon, wie das Finale enden wird, hat mir diese Euro 2008 sehr viel Freude bereitet, es waren über die Maße packende, z. T. dramatische Spiele mit überraschenden Ausgängen.
Worüber ich mich aufregte in den letzten Tagen, waren so manche Ergüsse meiner Pressekollegen hier im Land, online und offline.
Sie haben so getan, und man erspare mir jetzt die Zitate, obwohl eines habe ich noch im Kopf: "Noch 90 Minuten bis zum Finale", als ob das Halbfinale gegen eine schwer dezimierte türkische Mannschaft, zwangsläufig nur einen Sieger kennen könnte: das deutsche Team. Ich habe deswegen manche Diskussion geführt in den Kneipen, wo ich die Euro genoss und klipp und klar drei Argumente dagegen formuliert:

1. Die Deutschen sind Favorit, und das liegt ihnen nicht! Täuscht euch nicht über das Spiel mit Portugal hinweg, die Portugiesen liegen der Deutschen Mannschaft, besonders Schweinsteiger hatte aus 2006 sehr gute Erinnerungen und er konnte seine Verve von damals nahtlos fortsetzen.

2. Die Performance der türkischen Mannschaft, wie sie drei Spiele noch drehten und dann in den Schlusssekunden die entscheidenden Tore erzielten, war absolut unheimlich und fabelhaft anzusehen. Dass sie stark dezimiert waren, nahm ich nicht ernst, ich wusste wenn sie 11 Mann auf den Platz bringen, auch wenn da ein Ersatztorhüter stürmen muss, werden sie herausragendes leisten, denn:

3. Im Turnierfussball spielt Psychologie eine entscheidende Rolle und mancher Underdog, vermag es eine mentale Stärke aufzubauen,, die ihn von Sieg zu Sieg führt, egal wer da kommt. Das hat die Deutschen 54 zum Weltmeister gemacht, die Dänen 1992 zum Europameister und auch die Griechen 2004 zum Europameister.

Ich bin dann gestern abend hier im Viertel in eine Kebap-Kneipe gegangen, wo ich auch die Niederlage der Deutschen gegen die Kroaten gesehen hatte. Als einer der Stammgäste mich auf meine Meinung ansprach, erwiderte ich: Das wird ein sehr schwerer Gang, unabhängig vom Geschreibsel meiner Journalistenkollegen, die in den letzten Tagen so taten, als ob sie die Deutschen ins Finale schreiben könnten.

Und die Türken haben mich nicht enttäuscht in meiner Vorraussicht. Sie brachten, als B-Elf, jeder 200%. Sie spielten fantastisch, heizten den übernervösen Deutschen von Anfang an ein und erarbeiteten sich Chance um Chance. Man denke an den Lattenknaller, der in einer wunderschönen Aufnahme direkt in den Himmel stob. Wäre das Ding reingegangen, hätte es wenige Minuten später 2 : 0 für die Türken gestanden. Und wären die Türken Europameister geworden, dann wäre Altintop zum Spieler und Helden des Turniers gewählt worden.
Aber auch das deutsche Team bewies, bei aller Nervosität, um nicht zu sagen Angst, eine bewundernswerte Effizienz und schließlich auch in der entscheidenden Phase, als die Türken in der zweiten Halbzeit anrannten auf Lehmanns Tor, und ich in der Kneipe schon unkte: Lange geht das nicht mehr gut, die nötige mentale Stärke, für die der deutsche Turnierfussball berühmt ist.

Jungs, Türken und Deutsche, das war ein großes Spiel.

Wie es international so aufgenommen wurde, dafür fand ich dann im 606 Forum von BBC-Sport einen sehr schönen Beitrag von Wingcommanderthrush, offensichtlich eines Briten, der im Forum auch sehr viel Zustimmung fand:If it had been England playing that game rather than Germany:

Hansen: Well, of course Turkey had the better of the possession, but England produced the best two moments of the game, the equaliser and the winner, and they had a blatant penalty not given, ahh the better team won.

As it was Germany:

Lucky, lucky Germams!!

The BBC is SO anti-german it is embarassing. Lawrenson made it clear who he wanted to win as soon as the first ball was kicked. He was so biased against the Germans it was astonishing. Yes, Turkey played extremely well, teams have played worse in this tournament and won - Turkey v Czechs, Swiss and Croatia for example!

How about some praise for Germany for coming up with two moments of quality when they really needed it? What about the blatant pen?
How about praising their character?

How many times have England played poorer against teams of lesser quality than Turkey? Such as, in recent qualifiers, Slovakia, Azerbijhan and Macedonia and drawn or sneaked it 1-0?

The pundits, and I use the term loosely, never even mentioned the penalty incident, because it didn't fit their agenda.

Turkey played well and deserve much praise, but all three German goals were better than the two Turkish goals and Turkeys best moments were in midfield - they did not have the quality in the final third - Germany did.

The German performance reminded me of England v Cameroon in 1990 or the Liverpool v Everton Cup Final. All three times the losers played well but the favourites won - mental strength is what the Germans have in spades, thats why their in the final and England are at home - TALKS CHEAP!!! You have to back it up with something of substance.

Btw the war is over!!!!!


Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, außer dass es meiner Meinung nach kein Elfer war, - ein Freistoß schon, und Bela Rethy ein unbegnadeter Schwätzer vor dem Herrn ist.
Beweise? Denkt nach, haben es die Türken wirklich nötig gehabt gegen Thorsten Frings Rippe zu spielen?

582::Der weiße Rabe

An unserem 1. Wochenende hier in der 14 hörte ich ein faszinierendes Feature, anlässlich des "Jahres der Mathematik" über den russisch-jüdischen Mathematiker Grigori Perelman, der die Poincaré-Vermutung bewiesen hat, die Fields-Medaille und ein 2000 ausgelobtes Preisgeld von 1 Million Dollar jedoch ablehnte mit der Begründung: Er sei kein Materialist.

Der weiße Rabe - auf der Suche nach Grigori Perelman

Es geht um 3-dimensionale Flächen, die sich in 4-dimensionalen Sphären auf einen Punkt zusammenziehen lassen. Hoffentlich habe ich das richtig verstanden. Wenn nicht, verbessert mich, verehrte Mathematiker, die ihr die Königin der Wissenschaften studiert. Eine Implikation kam mir: Beinhaltet diese bewiesene Poincaré-Vermutung Ableitungen auf den Zustand unseres Universums?
Und ist dieser Punkt gleichbedeutend mit dem singulären Urpunkt vom Anfang des Universums?

581:: Dezidierte Signalverarbeitung

Ich schrieb: Alles ist Analyse. Doch was ist das Fazit dieser Analyse nach 3 Jahren Buchheim? Exakt drei Jahren, am 10. Mai 2005 bin ich eingezogen und am 9. Mai 2008 habe ich wieder meine Daten zusammengepackt und bin an eine neue Wirkungsstätte gezogen. Am 14. Mai war dann die Schlüsselübergabe in Buchheim und am selben Tag verstarb mein Onkel Karl Bornhäußer in Haueneberstein. Er entschlief friedlich und ich habe ihm viel zu verdanken. Sehr schöne Erinnerungen an die Pferderennbahn in Iffezheim.

Zwei Meme sind es, die in mir aufschienen und die ich multiplizieren will, solange ich lebe. Das eine kam mir in Berlin und lautet: Ein Strom, - viele Wahrheiten.
Es ist ein Bewusstseinsstrom mit dem die Gläubigen dieser Welt kommunizieren, der auch mir den Weg weist und von dem ich Signale empfange, verarbeite und wieder aussende. Damit kann ich einigen Menschen helfen, wie auch mir geholfen wird, die Restlichen überlasse ich Allah. Wiewohl ich sagen muss, wenn einige die Schönheit von Gottes Wirken in diesem Universum nicht sehen, dann glaube ich auch nicht an eure Multiversen und sonstigen Ausflüchte.
Das zweite Mem kam mir in Buchheim und ich fasste darin eine alte Tatsache, die Gandhi nicht anders sah, wie Roerich oder der jetzige 14. Dalai Lama (und viele vor und nach ihnen), in neue Worte: Gott liebt Vielfalt. Darin ist der bedingungslose Glaube enthalten, an ein Liebesangebot und Liebesgebot, das alle Menschen umfasst, frei davon welcher Kultur und Religion sie angehören. Ich schrieb, er liebt auch die Vielfalt der Arten. In der Evolution scheint der völlige Zufall zu herrschen und es erscheint mir wichtig zu sagen, dass ich Darwinist bin, der allerdings davon ausgeht, das die Gesetzmäßigkeiten der Natur zwangsläufig zur Ausbildung von Bewusstsein führen, weil dies im Göttlichen Plan so vorgesehen ist. Die Muslime sagen: Alles steht geschrieben. Das ist auch mein Glaube.

580::Buchheim sendet jetzt aus Freiburg

Die letzten Monate als grotesk zu bezeichnen, ist eine starke Untertreibung. Ich werde darauf im Blog nicht näher eingehen.
Zur Sachlage nur soviel:
Unser Vermieter wollte selektiv mich aus der Wohnung drängen, seit Januar. Ursache hierfür war das Blog, etwas über das er keine Kontrolle hatte. Er hat dann gedacht, wenn er mir das Internet unterbindet, würde das Blog verschwinden. Er ist von der sehr schlichten Annahme ausgegangen, dass ich die Website aus meinem Rechner jedes Mal hochlade. Das zu seinem technischen Verständnis des Internets. Originalzitat: Ihr habt Internet gemacht.
Das war aber nicht sein einziger Irrtum. Er hat sich auch in unserer Gemeinschaft verschätzt. Die anderen haben zu mir gehalten. Schließlich haben wir ihm in einer konzertierten Aktion am 30. April die fristlose Kündigung präsentiert, die ein Anwalt des Mieterschutzvereins verfasst hatte. Zu der Zeit hatte ich die Titelseite zum 1. Mai und zwei weitere Artikel auf den Folgeseiten und meine Arbeit in March wird weitergehen. Auch den Mietvertrag hatten wir da schon in der Tasche.
Überhaupt muss ich sagen, dass sich meine Kamera und mein Notebook sehr bewährt haben. Es ist fantastisch dazu geeignet den richtigen Leuten die richtigen Bilder zu zeigen.
Meine Hauptsorge in den letzten Monaten galt vor allem dem Erhalt der Gemeinschaft. Diese ist am 9. Mai geschlossen umgezogen nach Freiburg, in ein Stadtviertel, wo es uns sehr gefällt. Im Garten spielen Kinder aller Kulturen und heute Morgen hörte ich von unserer Küche aus einen Muslim im Nachbarhaus, der eine Koransure rezitierte und mit sehr schöner Stimme sang.
Es gefällt uns hier sehr gut, gerade lag ein Willkommensgeschenk aus dem Parterre vor unserer Tür. Herzlich Willkommen in Haus Nr. 14 von Kerstin und Anhang stand darauf.
Wir haben uns sehr gefreut und werden uns revanchieren.
Auch im Kino war ich schon. 10 Fragen an den Dalai Lama. Er hat in seinen Antworten auch eine eindeutige Charakterisierung unseres Ex-Vermieters abgegeben.
Dieser wollte sich dann ganz am Ende noch Hombres Matratze unter den Nagel reißen. Auch daran ist er gescheitert.
Dazu war die Zeit mit Hombre in Buchheim zu wichtig, um irgendetwas von ihm zurück zu lassen. Vor kurzem kam mir, dass Hombre vor einem Jahr noch am Leben war. Es ist alles so schnell gegangen, meinte ich zu meinem Freund.

579::Sternwarte ihrer Bestimmung übergeben

Sternwarte

Am Sonntag den 27. April war es endlich soweit: die Marcher Sternwarte konnte nach monatelanger Arbeit, vielen Spenden aus der Bevölkerung und der Marcher Wirtschaft offiziell eröffnet und ihrer Bestimmung übergeben werden. Die Sternenfreunde hatten ein kleines Zelt aufgebaut und Andrang und Interesse der Marcher Bevölkerung war groß. Pfarrer Thomas Schwarz hatte die Sternwarte gesegnet und eingeweiht.
Bürgermeister Josef Hügele sprach von einer großen Bereicherung für March. Mit der Sternwarte könne das weitergehende Interesse der Bevölkerung nach Gestirnen und einer uralten Wissenschaft geweckt werden. Hügele bedankte sich bei den Marchern und ihrer Wirtschaft für die vielen Spenden, auch die Gemeinde hatte das Projekt von Anfang an unterstützt.
Volkshochschulleiterin Agnes Wörne erzählte von den Anfängen, wie sich eine kleine Gruppe von Sternenfreunden um Udo Büttner aus der Ortenau zusammenfand, der die Marcher „animpfte“, und zuerst am Gewann Roten Stein erste Himmelserkundungen mit einem mobilen Teleskop unternahm. Dort entstand der Wunsch nach einer stationären Sternwarte. Die Idee für das Wasserreservoir am Hölgacker kam dann von Josef Hügele. Dann lag es an drei Männern und vielen Helfern das Projekt zu stemmen. Siegfried Winter übernahm Planung, Genehmigungsverfahren und Technik, Franz Braun sorgte für die Elektronik und in der Hugstetter Werkstatt von Ernst Lörch wurde die Kuppel gebaut, deren Sinn die Abschirmung des Teleskops vor Fremdlicht ist.
Es sind nun noch weitere Spenden erforderlich, denn ein neues Teleskop soll bald installiert werden und 18.000€ kosten. Es wird computergesteuert sein und auch Fotografien erlauben, eine Brennweite von bis zu 4 m haben und bis zu 800fach vergrößern können. Durch eine spezielle Hubble-Technologie wird dabei der gesamte Bildbereich scharf gestellt. Jeden 2. Dienstag im Monat wird in Folge eines astronomischen Vortrags an der VHS eine Himmelsbeobachtung bei geeignetem Wetter möglich sein. Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten. Zurzeit ist sehr schön der Saturn im Sternbild Löwen zu sehen.

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